Kulturnetz-Tipp: Frankfurt liest ein Buch in den Ateliers Helene Hering-Herber und Unikart am 21. 04. 2012

Einmal Frankfurt und zurück …?

Aus- und Umzüge, die uns begleiten, oder – vielmehr – deren Begleiter wir waren, sind? Die Straßen von gestern?

Am 21. April 2012 gehen die AutorInnen Olga Galicka (Frankfurt/M., geb. in Riga), Mariya Kozachenko (Hamburg, geb. in Odessa) und Robert Stripling (Frankfurt/M., geb. in Berlin) vor dem Hintergrund des Romans „Straßen von gestern“ by Silvia Tennenbaum auf literarische Spurensuche.
Von Skizzierung der eigenen Biographie über dadaistischen Slapstick a la Daniil Charms hin zu philosophischer Hieroglyphe, mit Verweis auf den „Zeichendeuter“ Jacques Derrida, zeichnen und dekonstruieren die drei AutorInnen ihr Bild von immerwährenden Aus- und Umzug, musikalisch untermalt von Christopher Bihn (g) und erneut Robert Stripling (perc).
„Von den Wanderdünen des eigenen Erlebten zum Spurensand der Zukünfte“ (Robert Stripling).
So geht auch das Publikum auf „Wanderschaft“ und erlebt zwei parallel laufende Lesungen sowie Werke aus den beiden Ateliers, die Resonanzen zu den Worten bilden wollen.
Der Roman: Silvia Tennenbaum, Straßen von gestern, Fischer TB
Über die Autorin: Silvia Tennenbaum wurde 1928 in Frankfurt am Main geboren und emigrierte 1938 in die USA. Sie studierte Kunstgeschichte an der Columbia University, war seit den 1950er-Jahren als Kunstkritikerin tätig und hatte seit Anfang der 1960er-Jahre daneben erste literarische Veröffentlichungen. Ihr Roman um eine Frankfurter jüdische Familie erschien 1983 unter dem Titel „Straßen von gestern“ in deutscher Übersetzung. Silvia Tennenbaum lebt auf Long Island und hält sich seit 1983 regelmäßig für einige Zeit in Frankfurt/M. auf.
Die Reihe „Frankfurt liest ein Buch“ findet alljährlich im Frühjahr an verschiedenen locations in Ffm statt.
Die Lesung am 21. April 2012 in den beiden Ateliers Helene Hering-Herber und Unikart (Betreiber: Michael Albaum und Karin Jung), Würzburger Str. 8 bzw. 10 (Bornheim), beginnt um 18 Uhr. Trotz der zeitlichen Parallelität handelt es sich allerdings um keine Veranstaltung im Rahmen der „Nacht der Museen“.